In der Stadt der blauen Herzen

Filmfestival Max Ophüls Preis

Das Filmfestival Max Ophüls Preis war für mich immer einer der Höhepunkte während meiner Studienzeit in Saarbrücken: Filme von Nachwuchsregisseuren werden gezeigt, Regisseure und Schauspieler sind vor Ort, die ganze Stadt ist im Filmfieber – symbolisiert durch blaue Herzen, blaue Beleuchtung und blaue (statt rote) Teppiche.

Der Spielfilm „BesteFreunde“ von Jonas Grosch und Carlos Val lief außerhalb des Wettbewerbs. Katharina Wackernagel (die übrigens die große Schwester von Regisseur Jonas Grosch ist) spielt darin „Susi Q“, eine Fotojournalistin, die mit ihrem besten Freund Mark (Sebastian Schwarz) um die Welt reist. Von Auftrag zu Auftrag leben sie, von Kontinent zu Kontinent zieht es sie, zuhause in Berlin hält es sie selten lange. Doch alles ändert sich, als Mark eine Frau kennenlernt… Der Film erzählt leicht, humorvoll und trotzdem tiefgründig von der Entwicklung einer Freundschaft und der Liebe, die sie gefährdet. Eine kleine Nebenrolle hat auch Bjarne Mädel, der vielen aus der NDR-Serie „Der Tatortreiniger“ bekannt sein dürfte: Gewohnt kauzig mimt er einen Pferdefreund und alten Bekannten von Susi Q, der ihr einen Fotoauftrag gibt und sich dabei einige intime Fragen an die lesbische Fotografin nicht verkneifen kann. Großartig ist auch die Tonmontage in einer Szene, als Susi Q in ihrer Berliner Wohnung erst noch hingebungsvoll schnarcht und dann vom Bohrergeräusch der Handwerker geweckt wird.

Ich hoffe, dass dieser Film es in die Kinos schafft – es wäre schade, wenn nicht. Einen Trailer kann man hier anschauen.

Zur Stärkung zwischen den Filmen zu empfehlen:

  • Die Burgerei in der Fröschengasse 2: Saftige Burger (auch einen in veggie), rustikale Pommes (selber gemacht). Rohstoffe aus regionaler Produktion, alles wird frisch zubereitet und selber gewürzt (schmeckt nicht nach Standard). Für Menschen mit etwas kleinerem Heißhunger zu empfehlen: Statt Pommes einen Beilagensalat dazubestellen (feine Salatsauce). Zu trinken gibt’s die üblichen Hipster-Brausen oder auch – für mich bei Saarbrigge-Besuchen irgendwie Pflicht – Orangina in der kleinen Glasflasche.
  • In der Bakery (Gerberstraße 7) gibt es einen wahnsinnig süßen, aber auch wahnsinnig leckeren Chocolate Chai. Aber auch Kusmi Tees (gar nicht mal so teuer!), diverse Kaffee-Kreationen (auch laktosefrei) und Kuchen, die dem Hörensagen nach besonders lecker sein sollen. (Mir hat dann aber der Chocolate Chai doch schon gereicht.)
  • Das gute „alte“ Thonet in der Türkenstraße 3. Dort gab’s diesmal Ingwertee und ein Serranoschinkensandwich. (Für meine liebe Begleitung: Kaffee und einen feinen Schokokuchen.)

 

Bis zum nächsten Mal, Stadt der blauen Herzen!

Saarbahn

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